Tutorat 201322.03.2014

Selbstvermarktung im Internet für Journalisten - Workshop mit Karsten Lohmeyer

Karsten Lohmeyer; Foto: Elia Treppner

Die Aussichten auf eine Festanstellung in einer Redaktion werden immer schlechter, aber auch das Budget für freie Journalisten wird mehr und mehr gekürzt. Wer als freier Journalist Aufträge an Land ziehen will, muss deshalb kreativ werden, ein gut ausgebautes Netzwerk haben und sich vor allem zu vermarkten wissen. Das Internet mit Facebook, Twitter und eigenen Blogs scheint dazu die Ideallösung zu sein.

Wie wichtig ist die eigene Präsenz im Netz und wie kann man sich in Internet als „Marke“ verkaufen, bekannt machen und sogar Geld verdienen? Diese Fragen gingen wir mit Karsten Lohmeyer in unserem Workshop für die jungen KollegInnen im Rahmen unseres Mentoringprojektes nach. Der Journalist startete vor einem Jahr das Projekt „lousypennies.de“. Der Blog sorgte für einiges Aufsehen unter den netzaffinen Kollegen. 

Mit eigenen Blogs viel Geld zu verdienen oder gar seinen Lebensunterhalt, wird wohl kaum möglich sein. Ist man aber im Netz sichtbar, werden potentielle Auftraggeber auf einen sichtbar. „Genauso sehr, wie mir die Themen am Herzen liegen, liegt es mir am Herzen, sie zu verkaufen.“

Karsten Lohmeyer berichtet, dass ihm sein Blog „lousypennies.de“, das er Ende 2012 startete, mehr Aufmerksamkeit eingebracht hat als 20 Jahre journalistische Arbeit. In der Zukunft werden wir in einer vollkommen digitalisierten Welt leben, die eigene „Internetcredability“ als Journalist werde dann sogar wichtiger sein als ein gelungener Lebenslauf, so Lohmeyer – auch wenn am Ende nicht die Internetstrategie, sondern die Persönlichkeit zähle.

Der Zug sei noch lange nicht abgefahren, eine eigene Nische im Netz zu besetzen. Wie man am geschicktesten dabei vorgeht, sich als „Marke“ zu etablieren, erläuterte Karsten Lohmeyer an 10 Schritten (lousypennies.de: 10 Schritte zur journalistischen Selbstvermarktung). Der Spaß am Journalismus und am Internet sollte dabei aber im Vordergrund stehen.

Während des Workshops wurde auch fleißig getwittert von den Teilnehmern. Mentee Katharina Brunner hat die wichtigsten Tweets unter ihrem Pseudonym "cutter kom" mit Storify zusammengefasst: [Link ist veraltet und wurde deshalb entfernt].

 

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