Tutorat 201320.06.2013

„Dann mach ich halt PR!“ – Vom Journalisten zum Pressesprecher.

Gespräch mit Marion Danneboom, Leiterin der Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin der BayWaAG

Die Leidenschaft für den Beruf des Journalisten wird zunehmend getrübt durch immer schlechter werdende Aussichten auf eine Festanstellung. Der Seitenwechsel hin zum Pressesprecher könnte da ein möglicher Kompromiss sein, damit sich die Ausübung der  eigenen journalistischen Fähigkeiten als Beruf und die Existenzsicherung nicht ausschließen. Ob ein solcher Rollenwechsel tatsächlich eine attraktive Alternative ist, wollten wir von Marion Danneboom wissen, Leiterin der Unternehmenskommunikation und Pressesprecherin der BayWa AG. Nach 10 Jahren als Redakteurin einer Lokalzeitung wechselte sie die Seite und wurde Pressesprecherin. Seit 2009 leitet sie die Unternehmenskommunikation der BayWa AG, ein Dienstleistungsunternehmen, das weltweit in den Bereichen Agrar, Energie und Bau expandiert, 2012 die Marke von 10 Milliarden Euro Umsatz/Jahr überschritten hat und über 16.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Zwei Stunden diskutierten wir mit Frau Danneboom, die Listen der Themen, die wir hätten erörtern können, wurde eher länger als kürzer, das Spannungsfeld zwischen Journalismus und PR bietet einfach genügend Reibungspunkte. Eines wurde doch sehr deutlich: ein bisschen PR nebenbei, um sein Leben zu finanzieren, das funktioniert nicht wirklich. Man muss schon mindestens zu 90 Prozent überzeugt sein von dem, was man tut, meint Frau Danneboom, sonst sollte man es bleiben lassen. Und noch etwas mahnt die leidenschaftliche Pressesprecherin und studierte Kommunikationswissenschaftlerin an: Damit ein eventueller Rollenwechsel in die Unternehmenskommunikation auch gelingt, braucht man als Seiteneinsteiger fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen, besonders für börsennotierte Unternehmen wie die BayWa AG.

Fotos: Elia Treppner

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