Presseclub Forum10.06.2013–11.06.2013

Berlusconi und die deutsch-italienischen Beziehungen. Eine neue Etappe der schleichenden Entfremdung?

Buchvorstellung mit Diskussion über das Buch „Schleichende Entfremdung. Deutschland und Italien nach dem Fall der Mauer“. Oldenbourg Wissenschaftsverlag und das Institut für Zeigeschichte München-Berlin.

Es diskutieren unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Horst Möller (Institut für Zeitgeschichte):
Alessandro Melazzini M.A. (Journalist, München)
Prof. Dr. Gian Enrico Rusconi (Italienisch-Deutsches Historisches Institut, Trient)
Dr. Thomas Schlemmer (Institut für Zeitgeschichte)

Deutschland und Italien sind durch eine lange und wechselvolle Geschichte verbunden. Nach Bündnissen, Kriegen mit- und gegeneinander schienen die Beziehungen zwischen den beiden Ländern endlich ein glückliches Gleichgewicht im Zeichen der europäischen Integration gefunden zu haben. Der Fall der Berliner Mauer, der Zusammenbruch des Ostblocks und die Vereinigung der beiden deutschen Staaten im Oktober 1990 führten jedoch zu einer grundlegenden Neuordnung des politischen Koordinatensystems in Eu-ropa, in dem das Gewicht Deutschlands auch gegenüber Italien wuchs. Seither scheinen sich die beiden Länder einander zu entfremden – ein Prozess, der auch mit dem italienischen Regierungschef Silvio Berlusconi in Verbindung gebracht wird.

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