Presseclub Forum08.11.2016 12:00

Podiumsdiskussion: Alles öko oder was?

Die Diskussion über die Herkunft von Lebensmitteln wird oftmals verkürzt: Öko ist gut – konventionell ist schlecht! Stimmt das so? Hilft uns dieses Schwarz-Weiß-Denken weiter? Tatsache ist, dass in absehbarer Zeit sieben Milliarden, bis 2050 sogar zehn Milliarden Menschen auf dieser Erde leben und ernährt werden müssen. Dazu müssen mehr Nahrungsmittel bereitgestellt werden, um die Menschen gesund zu erhalten. Ferner sollen diese Lebensmittel bezahlbar bleiben, da insbesondere in Deutschland nach wie vor noch rund 1,5 Millionen Menschen auch von der Tafel leben. Das bedeutet, Lebensmittelerzeugung und Lebensmittelbereitstellung ist auch eine soziale Aufgabe. Doch jetzt schon gibt es ausgelaugte Böden, steigende Stickstoffgehalte im Grundwasser und einen deutlichen Artenrückgang in Feld und Flur. Als bewährtes Mittel dagegen sehen einige Akteure den Umbau der Landwirtschaft hin zu einer ökologischen Produktionsweise. Beim Verbraucher entsteht der Eindruck, dass der Einkauf von Ökoprodukten die Probleme der Landwirtschaft löst. Ist das tatsächlich richtig? Oder gibt es sowohl bei der konventionellen Landwirtschaft als auch beim Öko-Landbau beides: Vorteile und Nachteile? Betrachten wir Landwirtschaft unter dem Blickpunkt einer zukunftsfähigen Entwicklung, die nur erfolgen kann, wenn die Lebensgrundlagen des Planeten nicht überstrapaziert werden, wenn Landwirte ein Auskommen mit dem Einkommen haben und wenn eine stark wachsende Bevölkerung ernährt werden kann. Und stellen wir uns die Frage: Ist ein „dritter Weg einer nachhaltigen Landwirtschaft“ denkbar?

Diskutieren werden – moderiert von Dr. Marlene Weiß, Ressort Wissen der Süddeutschen Zeitung, - Hubert Aiwanger, Fraktionsvorsitzender der Freien Wählen im Bayerischen Landtag und Agraringenieur, Dr. Franz Ehrnsperger, seit 1971 geschäftsführender Gesellschafter der Neumarkter Lammsbräu, Martin Wimmer aus Essenbach, Landwirt des Jahres 2015, und Prof. Dr. Werner Wahmhoff, stellvertretender Generalsekretär und Landwirtschaftsexperte der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Zurück