Pressegespräch22.03.2018 11:00

Anton Hunger: Der Pakt mit dem Teufel. Eine Auseinandersetzung mit dem investigativen Journalismus

So ziemlich jede Redaktion schmückt sich heute damit, ein Investigativ-Ressort zu unterhalten. Die Einrichtung ist zum Status-Symbol im journalistischen Gewerbe avanciert: Man kokettiert mit ihr – und signalisiert gleichzeitig nach außen: Wir gehen der Wahrheit auf den Grund, wir lassen uns nicht einschüchtern.

Anton Hunger thematisiert diese Frage in seinem Reporter-Roman „Der Pakt mit dem Teufel“ an undurchsichtigen Kriminalfällen, die von den Ermittlungsbehörden nicht aufgeklärt und vorschnell zu den Akten gelegt werden. Ein investigativer Journalist gibt sich damit nicht zufrieden – und beginnt zu recherchieren.

„Der Pakt mit dem Teufel“ ist ein Sittengemälde des journalistischen Alltags, wenn Scoops geliefert werden müssen. Es stellen sich existenzielle Fragen: Was ist die Wahrheit? Gibt es die eine Wahrheit? Wie geht man mit Informanten um? Darf man sich instrumentalisieren lassen? Wo liegt die Grenze?

Diesen Fragen stellt sich der Autor Anton Hunger. Er war zwanzig Jahre Journalist, anschließend 17 Jahre Kommunikationschef bei Porsche und lebt und arbeitet heute am Starnberger See. Hunger ist regelmäßiger Kolumnist beim „Medium Magazin“, Kuratoriumsmitglied der Zeitenspiegel-Reportageschule in Reutlingen und Autor mehrerer Bücher. Seine „Gebrauchsanweisung für Schwaben“ (Pieper-Verlag) wurde ein Bestseller. Sein jüngstes Buch, „Der Pakt mit dem Teufel“, erschien im Verlag Klöpfer & Meyer in Tübingen.  

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