Pressegespräch10.01.2018 11:00

Bayerischer Jagdverband: Ist das Wildschwein schuld an der Schweinepest

Seit rund drei Jahren gilt die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP, als eine der größten Katastrophen für die heimischen Schweinehalter.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Tierseuche, die von einem Virus übertragen wird und ursprünglich in Afrika beheimatet war. Durch den Reiseverkehr wurde sie immer wieder auch in andere Gebiete eingeschleppt, zum Beispiel nach Belgien, Frankreich, Italien oder in die Niederlande. Gehört hat man davon wenig. Erst seit die Seuche 2014 bei unseren östlichen Nachbarn, in Russland, der Ukraine, in den Baltischen Staaten, Polen und in diesem Sommer in Tschechien ausgebrochen ist, herrscht sozusagen Katastrophenalarm.

Jetzt wird zum Angriff auf die Wildschweine geblasen, mit allen Mitteln – erlaubten und  unerlaubten – und ohne jede Rücksicht auf den Tierschutz, obwohl bisher in Deutschland die Afrikanische Schweinepest noch nie aufgetreten ist. Aus panischer Angst vor einem möglichen Seuchenfall wird der Tierschutzgedanke einfach außer Kraft gesetzt, werden Wildschweine pauschal zum Abschuss frei gegeben, ganz nach dem Motto: Nur ein totes Schwein ist ein gutes Schwein!

Der Bayerische Jagdverband warnt vor einer solchen Hysterie. Denn eines ist sicher: Derzeit erlegen die bayerischen Jäger 60.000 bis 80.000 Schwarzkittel pro Jahr. Auch wenn noch mehr Wildschweine geschossen werden,  lässt sich  ein möglicher Seuchenfall damit allein nicht verhindern. Denn es sind nicht die Wildschweine, die die Seuche über die Grenzen bringen, da sind sich alle Fachleute einig. Entscheidend ist Hygiene. Deshalb, so der Bayerische Jagdverband, sind auch die Veterinärbehörden gefordert. Wichtig sind gezielte Maßnahmen, die effektiv vor der Einschleppung der Seuche schützen.

Was jetzt getan werden muss, warum es zu kurz gedacht ist, nur einen Feldzug gegen die Wildschweine zu fahren, wie die Übertragungswege der Afrikanischen Schweinepest ausschauen und was die bayerischen Jäger tun, um einen möglichen Seuchenfall zu vermeiden, das erfahren Sie bei einem Pressegespräch, zu dem der Bayerische Jagdverband Sie als Medienvertreter herzlich einlädt. Hochkarätige Fachleute stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.

Auf dem Podium: Dr. Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Jagdverbandes,Veterinärdirektor Dr. Günter Baumer, Vizepräsident des Bayerischen Jagdverbandes und Norbert Rehm, Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.                

Info und Anmeldung: Thomas Schreder, Pressesprecher, Tel.: 089-990 234-77, E-Mail: t.schreder@jagd-bayern.de; Dr. Gertrud Helm, Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: 089-990 234-38, E-Mail: gertrud.helm@jagd-bayern.de.

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