Pressekonferenz18.09.2018

„Mehr Chance als Risiko?“ - Welchen Stellenwert hat Methadon heute in der Krebstherapie?

Methadon wurde 2017 als neuer Hoffnungsträger im Kampf gegen Krebs kontrovers diskutiert. Forciert durch Medienberichte verbreitete sich die Theorie, der Einsatz von Methadon könne die Wirkung einer Chemotherapie verstärken und so zu einem möglichen Rückgang eines Tumors beitragen. Gut ein Jahr später sind Medienberichte rückläufig, die Nachfrage von Patienten jedoch unverändert groß. Getrieben durch individuelle Erfahrungsberichte hoffen Krebspatienten, Methadon könne ihr Leben verlängern. Wie sollen sie mit der Angst umgehen, womöglich etwas zu versäumen, was sich als therapieverstärkendes Mittel herausstellen könnte? Was empfehlen behandelnde Onkologen schwerkranken Krebspatienten, die im Methadon ihre letzte Chance sehen? Was können Ärzte tun, um einem unkontrollierten Einsatz von Methadon und damit dem Missbrauch von Hoffnung entgegenzuwirken? Antworten darauf geben Ihnen Krebsspezialisten und Palliativmediziner anlässlich des Krebs-Informationstags 2018. Die Experten informieren Sie über die aktuelle wissenschaftliche Methadon-Debatte und zeigen Ihnen, wie Patienten und behandelnde Ärzte gemeinsam zu einer guten Therapieentscheidung finden können. Eine Krebspatientin spricht über ihre Erfahrungen mit Methadon. Auf dem Podium: Prof. Dr. Dr. Michael von Bergwelt, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III, Klinikum der Universität München Großhadern (Moderation), Prof. Dr. med. Volker Heinemann, Direktor des Comprehensive Cancer Center CCCLMU - Krebszentrum München, Klinikum der Universität München, Prof. Dr. med. Wolfgang Hiddemann, erster Vorsitzender von lebensmut e. V., Prof. Dr. med. Günter Schlimok, Präsident der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V., Dr. Constanze Rémi MSc, Fachapothekerin für Klinische Pharmazie, Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin, Klinikum der Universität München, Campus Großhadern sowie Dr. med. Pia Heussner, Oberärztin der Medizinischen Klinik III, Klinikum der Universität München, Leiterin des interdisziplinären Zentrums für Psycho-Onkologie (IZPO).

Info und Anmeldung: Cornelia Gilbert M.A., Pressereferentin, Bayerische Krebsgesellschaft e. V., Telefon: 089 548840-45, gilbert@bayerische-krebsgesellschaft.de

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