Sonstiges03.05.2016 19:00

Repressalien für Journalisten in Warschau, Budapest und Ankara – Steht die Pressefreiheit vor dem Aus?

In Polen hat die neue rechtskonservative Regierung die öffentlich-rechtlichen Medien an die Leine gelegt: Über die direkte Ernennung und die Besetzung der Direktorenposten in den öffentlich-rechtlichen Medien und bei der staatlichen Nachrichtenagentur entscheidet nach den neuen Mediengesetzen der Schatzminister.
Schon seit einigen Jahren beschneiden Mediengesetze in Ungarn die Pressefreiheit. Politiker von Viktor Orbáns regierender Fidesz-Partei drängten mit einer Werbesteuer für Medien und weiterem wirtschaftlichen Druck "schädliche Programme" zurück.
Die Arbeit für Journalisten wird in der Türkei immer schwieriger, auch für Korrespondenten aus dem Ausland. Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan greift gegenüber kritischen Berichterstattern hart durch. Journalisten werden von Sicherheitskräften angegriffen oder sogar inhaftiert.
Existiert in diesen Ländern überhaupt noch Pressefreiheit?
Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) und der Internationale PresseClub München veranstalten zum Internationalen Tag der Pressefreiheit eine gemeinsame Podiumsdiskussion zur Situation der Medien in Polen, Ungarn und der Türkei.

Auf dem Podium diskutieren:
Henryk Jarczyk, ARD-Studioleiter Warschau
Baha Güngör, freier Journalist und Türkei Experte
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehemalige Bundesministerin der Justiz
Joachim Menze, Leiter der Münchener Regionalvertretung der Europäischen Kommission
Keno Verseck, freier Journalist und Osteuropa Experte
Es moderiert Thomas Morawski, Fernsehjournalist und früherer Leiter des ARD-Studios Wien.
Anmeldungen sind ab sofort unter 灡畬䁢橶⹤? möglich.

Achtung: Wegen großer Nachfrage findet die Diskussion beim Bayerischen Rundfunk, Großer Sitzungssaal, Haus 4, 1. OG, Eingang Hopfenstraße 80335 München statt!

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